Drexler hält sechsstreifigen Ausbau der B10 zwischen Stuttgart und Plochingen nicht für sinnvoll

Veröffentlicht am 18.04.2017 in Bundespolitik

Wie bereits seit einigen Jahren setzt sich der Esslinger Landtagsabgeordnete Wolfgang Drexler gegen den sechsstreifigen Ausbau der B10 zwischen Stuttgart und Plochingen zu Wehr.

Nachdem dieses Bauprojekt trotz aller Widersprüche in den Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgenommen wurde, fordert Wolfgang Drexler nun zusammen mit weiteren Abgeordneten aus der SPD-Landtagsfraktion in einer parlamentarischen Initiative eine tiefergehende Beschäftigung mit den Problemlagen seitens der Landesregierung. „Vor allem mit Blick auf die Gegebenheiten im engen Neckartal in und um Esslingen wird einem sofort klar: ein sechsstreifiger Ausbau der B10 ist beinahe ein Ding der Unmöglichkeit“, so Drexler. Große Probleme bereite dabei etwa die Pliensaubrücke. „Ich kann nicht erkennen, wie die B10 erweitert werden soll, ohne dass dieses Kulturdenkmal aus dem 13. Jahrhundert praktisch aus dem Weg geräumt werden müsste“, erläutert Drexler. „Genauso verhält es sich auch an der Engstelle bei Sirnau zwischen dem Neckar und der Wohnbebauung. Sollen die zusätzlichen Fahrbahnen der B10 denn ins Wohngebiet oder auf den Neckar verlegt werden?“ Ähnliche Engstellen gäbe es auch im Bereich der Pliensauvorstadt. „Technisch machbar aber mit einem enormen Aufwand verbunden wäre zudem die Verlegung der Fernwärmeleitung vom Kraftwerk Altbach“, erläutert Drexler. „Die notwendige Verlegung würde die Kosten für einen solchen Ausbau der B10 enorm in die Höhe treiben“, ist sich Drexler sicher. Und nicht zuletzt die anhaltenden Bemühungen, die Lärmbelastungen durch die B10 einzuschränken, würden durch einen sechsstreifigen Ausbau hinfällig. „Dank Lärmschutzwänden und Flüsterasphalt ist mit Blick auf die Lärmvermeidung in der Vergangenheit mit gutem Erfolg für die Bewohner in Esslingen und den Neckartalkommunen einiger Aufwand betrieben worden. Ein sechsstreifiger Ausbau würde den Nutzen dieser Investitionen ganz erheblich mindern.“

In der parlamentarischen Initiative lassen die Abgeordneten klären, wie die Landesregierung die ganz offensichtlichen Problemlagen eines möglichen Ausbaus der B10 einschätzt. „Es gibt auch in der Region viele Vorhaben, die gerade vor dem Hintergrund der Realisierbarkeit viel dringlicher für eine Verbesserung der Verkehrssituation sind. Diese Projekte sollten schnell vorangetrieben werden. Aus meiner Sicht sollten nicht wertvolle Ressourcen für die Planung eines B10-Ausbaus verschwendet werden, der sich zweifellos als höchst problematisch darstellt“, so Drexler. „Deshalb sollte nun dringend geprüft werden, ob die weiteren Planungen für diesen B10-Ausbau nicht ausgesetzt werden sollten“, so Drexler abschließend.

 

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